Vorsitzender Wolf Eisenmann: „Erste Förderrunde erfolgreich abgeschlossen!“

„200.000 Euro an EU-Fördermitteln und zusätzliche rd. 90.000 Euro Landesmittel sind in der ersten Förderrunde auszuschütten, damit starten wir in die Realisierungsphase von LEADER Heckengäu!“ So die Begrüßungsworte des Vorsitzenden Wolf Eisenmann im Rahmen der ersten Vorstandssitzung im Jahr 2016. Im November 2015 wurde der Projektaufruf gestartet, bis 15. Januar 2016 konnten die Projektanträge bei der LEADER Heckengäu Geschäftsstelle im Landratsamt Böblingen eingereicht werden. Jetzt wurde, vorbehaltlich der Bewilligung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe, für sieben Anträge eine konkrete Förderung beschlossen.

Größtes Projekt ist dabei das Bürgerzentrum der Urschelstiftung in Nagold. In einer zentral gelegenen Immobilie sollen zahlreiche ehrenamtliche Organisationen zusammengefasst und durch eine gute Erreichbarkeit für alle Bürger besser präsent gemacht werden. Ein weiteres großes Projekt ist die Einrichtung des „SchwabenBikeTrails“, einer 160 km langen Radstrecke, die in bis zu drei Etappen gefahren werden kann und über entsprechende Buchungsangebote Hotellerie und Gastronomie mit vernetzen soll. Ein Projekt im Bereich der nachhaltigen Landschaftspflege betrifft eine Wildberger Schäferei. Mit dem Bau einer Bergehalle, der Errichtung von Futterbänder und dem Bau einer Dungplatte wird der Betrieb nachhaltig gesichert; rd. 850 „vierbeinige Rasenmäher“ können so auch weiterhin ökologisch wertvolle Flächen im Heckengäu frei halten. Ein umweltpädagogischer Ansatz wird mit dem Projekt des Lernort Bauernhof e.V. verfolgt. Mithilfe von attraktiven Online-Anwendungen über Smartphones soll der Lernort Bauernhof auch über diese Medien ins Bewusstsein gerückt werden.

Was und wie viel gefördert wird, wird jeweils anhand eines Projektbewertungsbogens bestimmt. „Grundvoraussetzung für alle Projekte ist natürlich, dass sie im Aktionsgebiet liegen, mindestens einem der LEADER Handlungsfelder zuordenbar sind, aufeinem realistischen Zeitplan beruhen und auch nach der Förderung weiter tragfähig sind“, so Barbara Smith, Geschäftsführerin von LEADER Heckengäu. In der weiteren Bewertung gehe es dann beispielsweise darum, inwieweit ein Projekt einen besonderen Nutzen für die Region hat, einen Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung und -schaffung leistet oder auch zur Verbesserung der Stadt-Land-Beziehung beiträgt. Anhand der verschiedenen Kriterien werden Punkte vergeben und am Ende addiert; so entsteht eine Rangfolge für die Verteilung der Fördergelder.
In Zahlen stellt sich das für diese erste Vergaberunde so dar: Anfangs wurden 12 Projektideen eingereicht. „Drei mussten zunächst noch zurückgestellt werden“, so Barbara Smith. „Von den verbliebenen neun kamen sieben zum Zug. Damit sind die ausgerufenen Gelder ausgeschöpft.“ Mit rd. 230.000 Euro Fördergeldern werden aktuell Projekte mit einer Bruttoinvestitionssumme von rd. 730.000 Euro gefördert. „Die restlichen Gelder verfallen nicht, sondern werden in die nächste Förderrunde übertragen“, betont Smith. Bei den jetzt nicht zum Zug gekommenen beiden Projekten handelt es sich jeweils um so große Projekte, dass sie mit den noch vorhandenen Geldern nicht mehr hätten gefördert werden können. Sie können sich in der nächsten Förderrunde erneut um eine Förderung bewerben.

Wer Fragen zur LEADER-Förderung hat, kann sich jederzeit an die Geschäftsstelle von LEADER Heckengäu im Landratsamt Böblingen wenden. „Das Angebot wird gut angenommen“, bestätigt Martin Wuttke, stellvertretender Landrat des Landkreises Böblingen und Mitglied im Vorstand von LEADER Heckengäu. „Wir freuen uns, dass das vom Landkreis Böblingen federführend betriebene Bemühen darum, LEADER Region zu werden, jetzt so positiv anläuft.“ Informationen zu LEADER gibt es online auf www.leader-heckengäu.de oder per Mail über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 07031 / 663-2141 und 663-1172.

Aktueller Projektaufruf

AufrufMit dem vorliegenden Projektaufruf möchten wir potentielle Projektträger über die aktuellen Fördermöglichkeiten informieren.

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