(Pressemitteilung vom 18.12.2017)

Dank LEADER Heckengäu 1.500 neue Streuobstbäume

Eine einfache Idee und ein an sich eher kleines LEADER-Projekt hat große, sichtbare Folgen: Im Rahmen einer breit angelegten, regionalen Streuobstpflanzaktion wurde die Kulturlandschaft Heckengäu mit neuen Streuobstbäumen belebt. Durch die LEADER-Förderung und die Zusammenfassung vieler Kaufinteressenten, konnte ein attraktiver Einkaufspreis für die Bäume erreicht werden; der Eigenanteil für die Teilnehmer belief sich auf 10 Euro zzgl. 4,50 Euro für eine Nisthilfe. Besonders schön dabei war außerdem, dass es sich bei den Bäumen um alte, lokaltypische Obstsorten handelt, die mehr und mehr aus dem Landschaftsbild verschwinden, gleichzeitig aber robust sind und hierher passen. Ausgegangen war die Idee von Joachim Baumgärtner von der BUND Ortsgruppe Heckengäu und Albert Geiger vom Obst- und Gartenbauverein Nussdorf. Sie erarbeiteten auch die Sortenliste alter hochstämmiger Obstsorten, aus der sich die Teilnehmer aussuchen konnten, was sie bestellen wollen.

Das Projekt war von LEADER Heckengäu mit rd. 23.000 Euro gefördert worden, welches in Kosten für die Anschaffung der Bäume, in Pflanzhilfen, Verbissschutz, Wühlmausschutz, Nistkästen, u.ä. investiert wurde. Dass diese Idee nun so viele Mitstreiter bekommen hat und so viele neue Bäume im Heckengäu gepflanzt wurden, freut Wolf Eisenmann, Vorsitzender von LEADER Heckengäu. „Die Antragsteller hatten sich vorab 1.000 Bäume zum Ziel gesetzt; das wurde weit übertroffen“, so Eisenmann. Zudem habe man anstelle der angedachten zwei Ausgabestellen am Ende vier eingerichtet. „Mit der Ausgabe der Bäume in Mönsheim, Eberdingen, Nagold und Calw hat sich dieses LEADER-Projekt auch geographisch breit entwickelt und hat Strahlkraft über diese hinaus.“ So plane beispielsweise der Enzkreis nun, eine Streuobstkonzeption aufzulegen, um diese wertvollen Ökosysteme nachhaltig zu schützen. „Der Erhalt des Streuobstbaus ist ein zentrales Thema von LEADER Heckengäu und mit Projekten solcher Art können wir es ins Bewusstsein der Menschen rücken“, so Eisenmann.

Für die Ideengeber war wichtig, dass die Aktion nachhaltig ist. Wer mitmachen wollte, musste das Grundstück angeben, wo der oder die Bäume gepflanzt werden sollen. Außerdem gab es zum Baum auch immer eine fachgerechte Pflanz-Anleitung. In den kommenden Jahren werden die Teilnehmer an der Aktion in Schnittkursen bzw. Baumpflegekursen eingebunden, um die nachhaltige Pflege zu gewährleisten. Mitmachen konnte jeder - Privatpersonen, aber auch Kommunen, egal ob mit einem, zwei oder vielen Bäumen. Nur die Grundstücke, auf die gepflanzt werden sollte, mussten im LEADER Heckengäu Projektgebiet liegen.
„Wir freuen uns, dass das Projekt so einen großen Anklang gefunden hat“, so LEADER Geschäftsführerin Barbara Smith. „Meistens wurden mehrere Bäume bestellt, so dass wir sagen können, dass das Ziel der Antragsteller, sichtbar etwas für den Streuobstbestand zu tun, mehr als erreicht wurde.“

 

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