Fakten richtig checken!
Informationen begegnen uns heute überall: in sozialen Netzwerken, Messenger-Gruppen, Gesprächen im Familien- oder Freundeskreis und in klassischen Medien. Gerade in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten – etwa während der Covid-19-Pandemie oder in der Debatte um den Klimawandel – entstehen schnell Unsicherheiten. Wo komplexe Zusammenhänge bestehen oder Faktenlagen dynamisch sind, haben vereinfachende oder pauschale Aussagen oft leichtes Spiel.
2025 durften wir im Rahmen unseres Impuls-Stammtisch – „Faktencheck im Alltag“ mit Sarah Thust verschiedene Übungen zum Erkennen von Falschmeldungen lernen.
Hier finden Sie den Vortrag zum Nachlesen inklusive der Fallbeispiele.
Wachsam bei pauschalen Aussagen
Pauschale Behauptungen sollten grundsätzlich Skepsis wecken. Falschinformationen blühen häufig dort, wo die Realität kompliziert ist oder Unklarheiten herrschen. Wer eine scheinbar einfache Antwort auf komplexe Fragen liefert, sollte besonders kritisch geprüft werden. Ein erster Schritt kann sein:
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Wer ist die Quelle?
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Wird auf nachvollziehbare Daten oder Studien verwiesen?
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Gibt es unabhängige Bestätigungen?
Was ist Desinformation – und was nicht?
Nicht jede falsche Information entsteht aus derselben Motivation. Grundsätzlich lässt sich unterscheiden zwischen:
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Desinformation: bewusst verbreitete falsche oder manipulative Informationen, teilweise strategisch oder staatlich gesteuert.
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Irreführenden Informationen: Inhalte, die aus dem Zusammenhang gerissen oder verzerrt dargestellt werden.
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Falschen Informationen: Fehlerhafte Aussagen, die auf Missverständnissen, Unwissen oder fehlerhaften Quellen beruhen können.
Diese Unterscheidung hilft, angemessen zu reagieren – denn nicht jede Person, die Falschinformationen teilt, handelt mit Täuschungsabsicht.
Was Faktenchecks leisten – und was nicht
Faktenchecks können helfen, Unsicherheiten zu klären und konkrete Behauptungen einzuordnen. Sie prüfen Aussagen auf Grundlage nachvollziehbarer Quellen und ordnen sie in den richtigen Kontext ein.
Allerdings: Fakten allein überzeugen nicht immer jeden Menschen. Neben überprüfbaren Informationen braucht es auch persönlichen Austausch, Empathie und Gesprächsbereitschaft. Gerade im eigenen Umfeld kann ein respektvoller Dialog oft mehr bewirken als das bloße Gegenüberstellen von „richtig“ und „falsch“.
Weiterführende Informationen und Faktencheck-Angebote
Hier finden Sie hilfreiche Seiten zur eigenständigen Überprüfung von Informationen:
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Zur Frage „Bringt Reden irgendwann nichts mehr“, ein Interview mit einem Experten: https://www.instagram.com/p/DRDCQ8fjLib/
- Hier finden Sie weitere Videos, auch zu Klimanarrativen: https://www.youtube.com/playlist?list=PL2IVZYzgpfPp8eKO9Ihmvv0d6es-Godi3
- Einer der Faktenchecks aus dem Workshop: https://correctiv.org/faktencheck/2025/04/25/co2-kann-pflanzenwachstum-foerdern-aber-zu-viel-davon-belastet-das-klima/
- Was ist (nicht) dran an den Narrativen der Klimaleugner? https://correctiv.org/faktencheck/hintergrund/2024/10/08/klimawandel-desinformation-fakes-argumente-widerlegen/
- Faktensammlungen beim Faktenforum: https://www.faktenforum.org/faktensammlungen
